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Petition


Unsere Hunde und wir = Opfer von Medien und Politik!
1.
Um die "Kampfhund"- Fabel zu untermauern, wurden willkürlich Hunderassen gewählt, die durch ihre äußere Erscheinung - nicht etwa durch ihr Wesen auffällig sind. Es handelt sich um Rassen, die nur eine kleine Lobby haben, so daß auch keine Protest- aktionen erwartet werden. Dies ist ein Irrtum !
 
2.
Unsere Hunde passen nicht in die begrenzte Vorstellungswelt von Otto Normalverbraucher, sie fallen durch ihr Aussehen aus dem Rahmen. Wie immer werden Minderheiten aus Unwissen- heit angefeindet, und wie in unserem Fall wird zur Treibjagd geblasen. Wenn Menschen die Opfer sind, haben sie theoretisch wenigstens die Möglichkeit einer Gegenwehr. Unsere Hunde können sich nicht wehren! Hier sind wir als Hundehalter verpflichtet, sie zu verteidigen, denn wir haben die Verantwortung für unsere vierbeinigen Freunde übernommen.
 
3.
Berichte in Presse und Fernsehen sind im Normalfall unsachlich, bzw. sachlich falsch, und von der Tendenz her ausschließlich Hetz- kampagnen. Die in ungezählten Fällen von uns angebotenen Möglichkeiten, sich im normalen Lebensraum der Hunde, d.h. in der Familie," zu informieren und neutral zu berichten, wurden fast immer von Reportern abgelehnt. Die allgemeine Begründung läuft zusammengefaßt darauf hinaus, daß der übliche liebe Familienhund in keiner Weise medienwirksam ist. Die Auflage einer Zeitung kann nur gesteigert werden und die Einschalt- quoten schnellen nur in die Höhe, wenn möglichst blutige Horrorstories verbreitet werden. Nur das bringt die angestrebte finanzielle Profitsteigerung!
 
4.
Es ist auffällig bei allen Unfällen mit Hunden, daß kaum jemals eine Erforschung des Unfall- herganges erfolgt, wie sie bei jedem anderen Unfall selbstverständlich ist. Wenn ein Hund einen Menschen - die "Krone der Schöpfung" beißt, besteht keinerlei Notwendigkeit, die Schuldfrage zu prüfen, oder zu klären, ob es sich evtl.. um Notwehr des Tieres gehandelt hat oder ob andere unvorhersehbare Umstände dazu geführt haben.
 
5.
Statistiken belegen immer wieder, daß unsere Rassen wenn überhaupt an einem der letzten Plätze auffällig gewordenen Hunde liegen. Es ist falsch, wenn behauptet wird, daß dies an der Seltenheit unserer Rassen liegt, denn das Ergebnis blieb nachweislich unverändert, als die Unfälle in Relation zur Population gesetzt wurden. Hier sei jedoch deutlich gesagt, daß jeder Hundebiß, der Unschuldige trifft, von uns verurteilt wird. Nur in diesem Fall müssen gesetzliche Maßnahmen gegen Halter oder/und Hund ergriffen werden.
6.
Es ist jedem Hundebesitzer, unter den Politikern scheint es allerdings keine zu geben, klar, daß die Problematik der Gefährdung durch Hunde am falschen Ende der Leine angefaßt wird. Unbestritten kann jeder kriminell oder abartig veranlagte Mensch seinen Hund, ohne Ansehen der Rasse, als Waffe mißbrauchen. Hier jedoch sind unsere Ordnungshüter gefordert, die Wurzel des Übels, sprich den Menschen, zur Rechenschaft zu ziehen. Eine Maßreglung und evtl. Ausrottung ganzer Rassen kann nicht zum Erfolg führen, da verbrecherisch veranlagte Personen jederzeit auf andere Hundepo- pulationen ausweichen können und werden. Unser Staat stellt sich ein Armutszeugnis aus, wenn in aller Öffentlichkeit erklärt wird, daß sich die Ordnungskräfte nicht in der Lage sehen, die wahren Schuldigen zu belangen!
7.
Der VDH, für alle verständlich: Verband für das Deutsche Hundewesen, der lt. eigener Satzung verpflichtet ist, die Interessen seiner Mitglieder (dazu gehören auch wir!) in der Öffentlichkeit zu vertreten, reagiert träge und kraftlos. Auch wenn sich Interessengemeinschaften zum Schutz gegen die Diskriminierung unserer Rassen wiederholt hilfesuchend an den VDH wenden, geschieht zu wenig. Er schützt uns auch nicht vor einer Pauschalverurteilung und Abstempelung als Hundehalter zweiter Klasse wie z.B. hier in Frankfurt. Die Ausnahmegenehmigung zum Maulkorbzwang betrifft ausschließlich die Ausstellungshunde. Trotzdem besteht eine massive Freiheitsbeschneidung und es werden zusätzliche Überwachungslisten namentlich geführt. Hier wird eine Minderheit (14 betroffene Rassen und Mischlinge) in beleidigender Weise ausgegrenzt und buchstäblich abgehakt.
8.
Zum erstenmal werden in einer rechtskräftigen Verordnung Gebrauchshunderassen als mindestens potentiell gefährlich eingestuft. So hat das bei unseren Rassen auch angefangen. Man muß kein Hellseher sein, um zu erkennen, daß Schäferhund, Rottweiler und Dobermann die nächsten Opfer der Medienhetze und daraus folgenden politischen Reaktionen sein werden. Hier ist schon im eigenen Interesse Solidarität gefordert.

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